Positive Discipline verändert Schule und Familie.

Auf dieser Seite kommen Menschen zu Wort, die diesen Ansatz täglich leben: Schulleiterinnen und Schulleiter, die ihre Schulgemeinschaft neu gestalten, und Eltern, die erleben, wie sich der Familienalltag verändert.
Am besten antwortet darauf jemand, der es täglich erlebt.

Stimmen
aus der
Schulpraxis…

…was bewirkt Positive Discipline im Schulalltag wirklich?

Den Anfang macht Eva Maria Kuonath, Schulleiterin der Kurpfalz Schule in Mannheim, Deutschland - der ersten deutschsprachigen Positive Discipline Lab School.
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Lesen Sie unten, wie Positive Discipline ihre Schule verändert hat — in ihren eigenen Worten.


“Wenn wir über Schule sprechen, reden wir oft über Unterricht, Noten, Abschlüsse und Bildungswege. Das alles ist wichtig. Aber die Frage, die mich als Schulleiterin immer wieder beschäftigt, lautet: Welche Menschen sollen unsere Schülerinnen und Schüler eigentlich werden, wenn sie unsere Schule verlassen?

In unserem Schülerprofil beschreiben wir junge Menschen, die Verantwortung übernehmen, selbstständig handeln, reflektiert entscheiden, respektvoll miteinander umgehen und sich als Teil einer Gemeinschaft verstehen. Diese Fähigkeiten lernt man nicht allein im Unterricht.

Man lernt Verantwortung, indem man Verantwortung übertragen bekommt. Man lernt Respekt, indem man Respekt erlebt. Und man lernt Selbstreflexion durch Erwachsene, die begleiten, zuhören und Entwicklung ermöglichen.

Genau deshalb beschäftigen wir uns mit Positive Discipline. Für uns ist Positive Discipline kein Programm, das man einmal einführt. Es ist auch keine Sammlung von Methoden. Es ist vor allem eine Haltung. Eine Haltung, die davon ausgeht, dass Kinder und Jugendliche am besten lernen und wachsen, wenn sie gleichzeitig Wertschätzung, Zugehörigkeit, Verantwortung und Orientierung erfahren.

Besonders gefällt mir dabei die Verbindung von Freundlichkeit und Bestimmtheit. Kinder und Jugendliche brauchen klare Grenzen und Erwartungen — aber auch Erwachsene, die ihnen mit Respekt begegnen und ihnen zutrauen, Verantwortung zu übernehmen. Deshalb haben wir Positive Discipline bewusst als langfristigen Bestandteil unserer Schulentwicklung angelegt. Wir möchten nicht einfach neue Maßnahmen einführen. Wir möchten unsere gemeinsame pädagogische Haltung weiterentwickeln.

Wir möchten eine Schule gestalten, in der Beziehungen, Verantwortung und gegenseitiger Respekt die Grundlage unseres Handelns bilden.

“Wir möchten eine Schule gestalten, in der Beziehungen, Verantwortung und gegenseitiger Respekt die Grundlage unseres Handelns bilden.”

Eva Maria Kuonath